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Technik & Komponenten

Balkonkraftwerk

Ein Balkonkraftwerk ist eine Steckersolaranlage mit bis zu 800 Watt Einspeiseleistung, die ohne Elektrofachbetrieb an eine normale Steckdose angeschlossen wird.

Max. Einspeisung
800 W
Max. Modulleistung
2.000 Wp
Jahresertrag
550 bis 750 kWh

Was ein Balkonkraftwerk leisten kann

Ein Steckersolargerät besteht aus ein bis vier Modulen, einem kleinen Wechselrichter und einem Anschlusskabel. Der erzeugte Strom fließt in den Hausstromkreis und deckt zuerst die Grundlast – Kühlschrank, Router, Standby-Verbraucher. Mit 800 Watt Einspeiseleistung sind je nach Ausrichtung 550 bis 750 Kilowattstunden im Jahr realistisch, das entspricht rund 15 bis 20 Prozent des Verbrauchs eines Zwei-Personen-Haushalts.

Die Regeln seit dem Solarpaket I

  • 800 Watt Wechselrichterleistung sind erlaubt, bei bis zu 2.000 Watt Modulleistung.
  • Anmeldung nur noch im Marktstammdatenregister, die Meldung beim Netzbetreiber entfällt.
  • Alte Ferraris-Zähler dürfen übergangsweise weiterlaufen, auch wenn sie rückwärts drehen. Der Zählerwechsel erfolgt später durch den Messstellenbetreiber.
  • Mieter und Eigentümer haben seit 2024 einen Anspruch auf Zustimmung, sofern die Montage fachgerecht ist.

Balkonkraftwerk oder Dachanlage?

Die beiden Lösungen zielen auf unterschiedliche Situationen. Ein Balkonkraftwerk kostet 400 bis 900 Euro, ist in zwei Stunden montiert und beim Umzug mitzunehmen – ideal für Mietwohnungen. Eine Dachanlage mit 10 kWp erzeugt dagegen das Zwölf- bis Fünfzehnfache, lässt sich mit Speicher, Wärmepumpe und Wallbox koppeln und erhält eine Einspeisevergütung. Beim Balkonkraftwerk gibt es für Überschuss kein Geld, er fließt unvergütet ins Netz.

Für Hausbesitzer ist das Steckergerät deshalb selten die Endlösung, aber ein guter Einstieg. Viele Kundinnen und Kunden starten damit und rüsten nach zwei Jahren auf eine volle Anlage auf – die Module lassen sich dann in die Gartenhütte oder aufs Carport umziehen.

Andere Bezeichnungen: Steckersolargerät · Mini-PV · Plug-and-Play-Solar

FAQ

Häufige Fragen zu Balkonkraftwerk

Wie viel Strom spart ein Balkonkraftwerk?

Bei 800 Watt Einspeiseleistung und guter Südausrichtung sind 550 bis 750 kWh im Jahr realistisch. Bei 34 Cent je Kilowattstunde entspricht das 180 bis 250 Euro Ersparnis – vorausgesetzt, der Strom wird auch verbraucht.

Muss ich ein Balkonkraftwerk anmelden?

Ja, aber nur einmal im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur. Die frühere Anmeldung beim Netzbetreiber ist seit dem Solarpaket I entfallen. Die Registrierung dauert wenige Minuten und ist kostenlos.

Alle Fragen und Antworten

Verwandte Begriffe

Das passt zu Balkonkraftwerk

Wechselrichter

Der Wechselrichter wandelt den Gleichstrom der Solarmodule in netzkonformen Wechselstrom. Er ist das technische Herz jeder Photovoltaikanlage.

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Zählerwechsel

Vor der Einspeisung muss der alte Stromzähler gegen einen Zweirichtungszähler getauscht werden. Zuständig ist der Messstellenbetreiber.

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Eigenverbrauch

Der Eigenverbrauch ist der Anteil des Solarstroms, der im eigenen Haus genutzt wird. Er entscheidet stärker als jede andere Größe über die Wirtschaftlichkeit.

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Lena Krause, Energieberaterin bei solar0, lächelt in die Kamera
Lena KrauseIhre Energieberaterin0800 7652 349
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