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Ertrag & Leistung

Ausrichtung und Dachneigung

Ausrichtung und Neigung bestimmen, wie viel Sonne ein Dach einfängt. Optimal sind Süden bei 30 bis 35 Grad, Abweichungen kosten weniger als oft angenommen.

Optimum
Süd, 30–35°
Ost/West
rund 80 % des Optimums
Nord
meist unwirtschaftlich

Zwei Winkel entscheiden über den Ertrag

Die Ausrichtung beschreibt die Himmelsrichtung, in die ein Dach zeigt (Azimut). Die Neigung ist der Winkel gegenüber der Waagerechten. Zusammen legen sie fest, wie steil die Sonne über das Jahr auf die Module trifft – und damit, wie viel der verfügbaren Globalstrahlung tatsächlich ankommt.

AusrichtungNeigung 30°Neigung 45°
Süd100 %97 %
Südost / Südwest96 %93 %
Ost / West85 %78 %
Nord62 %50 %

Warum Süd nicht immer die beste Wahl ist

Ein Süddach erzeugt die meisten Kilowattstunden, aber konzentriert zur Mittagszeit – genau dann, wenn viele Haushalte wenig verbrauchen. Ein Ost-West-Dach liefert etwa 15 Prozent weniger, dafür morgens und abends, also zu den typischen Verbrauchsspitzen. Der Eigenverbrauch steigt dadurch häufig so stark, dass die Wirtschaftlichkeit gleichauf liegt oder besser ausfällt.

Was bei der Planung wirklich zählt

  • Verschattung wiegt schwerer als die Himmelsrichtung. Ein Baum oder Schornstein kostet mehr Ertrag als 30 Grad Abweichung nach Westen, siehe Verschattung.
  • Flachdächer werden aufgeständert. Üblich sind 10 bis 15 Grad in Ost-West-Aufstellung, weil das die Fläche besser ausnutzt und weniger Ballast braucht.
  • Steile Dächer über 50 Grad verlieren im Sommer, gewinnen im Winter – interessant, wenn eine Wärmepumpe viel Winterstrom braucht.

Moderne Module und Leistungsoptimierer haben die alte Faustregel „nur Süd lohnt sich" überholt. Bei der Vor-Ort-Planung vermessen wir jede Dachfläche einzeln und berechnen den Jahresertrag je Ausrichtung – Ergebnis gibt es im Solar-Check.

Andere Bezeichnungen: Himmelsrichtung · Azimut · Neigungswinkel · Dachneigung

FAQ

Häufige Fragen zu Ausrichtung

Lohnt sich Photovoltaik auf einem Ostdach oder Westdach?

Ja. Ein Ost- oder Westdach erreicht rund 80 bis 85 Prozent des Süd-Ertrags, liefert den Strom aber morgens und abends. Weil dann mehr verbraucht wird, ist die Wirtschaftlichkeit oft genauso gut wie bei Südausrichtung.

Welche Dachneigung ist optimal für Solarmodule?

In Deutschland liegt das Optimum bei 30 bis 35 Grad. Zwischen 20 und 45 Grad bewegt sich der Unterschied im einstelligen Prozentbereich, spielt also für die Entscheidung kaum eine Rolle.

Alle Fragen und Antworten

Verwandte Begriffe

Das passt zu Ausrichtung

Ost-West-Ausrichtung

Bei Ost-West-Ausrichtung werden beide Dachseiten belegt. Der Gesamtertrag sinkt leicht, dafür liefert die Anlage morgens und abends deutlich mehr.

Definition lesen

Globalstrahlung

Die Globalstrahlung ist die gesamte Sonnenenergie, die pro Quadratmeter und Jahr auf eine Fläche trifft. In Deutschland sind es 950 bis 1.250 kWh/m².

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Verschattung

Verschattung durch Bäume, Kamine oder Nachbargebäude kostet überproportional viel Ertrag, weil sie ganze Modulstrings ausbremsen kann.

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Jahresertrag

Der Jahresertrag ist die Strommenge, die eine Solaranlage in zwölf Monaten erzeugt. In Deutschland sind 900 bis 1.100 kWh je kWp üblich.

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Lena Krause, Energieberaterin bei solar0, lächelt in die Kamera
Lena KrauseIhre Energieberaterin0800 7652 349
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