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Strommarkt & Netz

Reststrom

Reststrom ist der Strom, den ein Haushalt trotz eigener Solaranlage aus dem Netz bezieht – vor allem im Winter und in der Nacht.

Anteil typisch
20 bis 40 %
Hauptzeit
November bis Februar
Optimierbar über
dynamischen Tarif

Die Lücke, die bleibt

Selbst eine gut dimensionierte Anlage mit Speicher erreicht im Jahresmittel 60 bis 80 Prozent Autarkie. Die verbleibenden 20 bis 40 Prozent sind der Reststrom. Er fällt nicht gleichmäßig an, sondern konzentriert sich stark auf die Monate November bis Februar – im Sommer bezieht ein Haushalt mit Speicher oft wochenlang gar nichts aus dem Netz.

Warum der Tarif für Reststrom besonders wichtig ist

Ein Haushalt mit Solaranlage hat ein völlig anderes Bezugsprofil als ein Haushalt ohne. Er bezieht wenig, dafür konzentriert – nachts, im Winter und in Schlechtwetterphasen. Klassische Tarife mit hohem Grundpreis bestrafen das doppelt: Der Grundpreis verteilt sich auf wenige Kilowattstunden und treibt den effektiven Preis je Kilowattstunde nach oben.

  • Niedriger Grundpreis ist bei geringem Verbrauch wichtiger als ein niedriger Arbeitspreis.
  • Dynamischer Tarif: Der Bezug lässt sich in Niedrigpreisstunden verlegen – genau das, was ein Haushalt mit Speicher und Energiemanager automatisch kann.
  • Keine Kombitarife mit Bonusmodellen und Mindestabnahme, die bei sinkendem Verbrauch ins Leere laufen.

Reststrom weiter senken

Ab einem gewissen Punkt ist mehr Speicherkapazität nicht mehr die Antwort – im Dezember hilft keine Batterie, wenn das Dach nichts liefert. Wirksamer sind dann:

  • Eine größere Anlage, die auch bei diffusem Licht eine nutzbare Grundleistung bringt
  • Verlagerung des Reststrombezugs in die günstigsten Stunden, automatisiert über solar0 Now
  • Reduzierung der winterlichen Grundlast, etwa durch effizientere Umwälzpumpen und Kühlgeräte

Die Kombination aus eigener Erzeugung und intelligent eingekauftem Reststrom senkt die Jahresstromkosten in der Praxis stärker als jede der beiden Maßnahmen für sich – siehe solar0 Stromtarif.

Andere Bezeichnungen: Zusatzstrom · Netzbezug · Ergänzungsstrom

FAQ

Häufige Fragen zu Reststrom

Wie viel Reststrom brauche ich mit Solaranlage und Speicher?

20 bis 40 Prozent des Jahresverbrauchs, überwiegend zwischen November und Februar. Im Sommer bezieht ein gut ausgelegter Haushalt oft wochenlang gar keinen Netzstrom.

Welcher Stromtarif passt zu einer Solaranlage?

Einer mit niedrigem Grundpreis, weil sich dieser auf wenige Kilowattstunden verteilt. Mit Speicher und Energiemanager ist ein dynamischer Tarif meist die günstigste Lösung.

Alle Fragen und Antworten

Verwandte Begriffe

Das passt zu Reststrom

Autarkiegrad

Der Autarkiegrad gibt an, welchen Anteil seines Strombedarfs ein Haushalt selbst deckt. Mit Photovoltaik und Speicher sind 60 bis 80 Prozent üblich.

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Dynamischer Stromtarif

Ein dynamischer Stromtarif koppelt den Arbeitspreis stündlich an die Strombörse. Wer Verbrauch in günstige Stunden verschiebt, spart 20 bis 30 Prozent.

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Ökostrom

Ökostrom stammt bilanziell aus erneuerbaren Quellen. Die Qualität hängt am Zertifikat und daran, ob der Anbieter tatsächlich Neuanlagen finanziert.

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Netzentgelte

Netzentgelte sind das Entgelt für die Nutzung der Stromnetze. Sie machen rund ein Drittel des Haushaltsstrompreises aus und sind regional verschieden.

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Lena Krause, Energieberaterin bei solar0, lächelt in die Kamera
Lena KrauseIhre Energieberaterin0800 7652 349
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