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Technik & Komponenten

Inselanlage

Eine Inselanlage arbeitet ohne Netzanschluss und versorgt sich vollständig selbst. Sie braucht große Speicher und wird meist bei fehlendem Netz eingesetzt.

Netzanschluss
keiner
Speicher
3 bis 5 Tage Bedarf
Typisch für
Hütten, Boote, Gärten

Autark heißt nicht netzunabhängig

Der Autarkiegrad einer normalen Hausanlage liegt bei 60 bis 80 Prozent – der Rest kommt aus dem Netz. Eine Inselanlage hat diese Rückfallebene nicht. Sie muss jederzeit alles selbst liefern, auch am fünften bedeckten Dezembertag. Das verändert die Dimensionierung grundlegend.

Was eine Inselanlage braucht

  • Überdimensionierte Modulfläche: Ausgelegt wird nicht auf den Jahresertrag, sondern auf den schwächsten Monat.
  • Großen Speicher: Üblich sind drei bis fünf Tage Autonomie – bei einem Haushalt mit 10 kWh Tagesbedarf also 30 bis 50 kWh.
  • Inselwechselrichter: Er erzeugt ein eigenes Netz mit stabilen 230 Volt und 50 Hertz, statt sich an ein vorhandenes anzuhängen.
  • Backup: In der Praxis fast immer ein Generator oder ein Blockheizkraftwerk für die Wintermonate.

Wann sie sinnvoll ist – und wann nicht

Ihre Berechtigung hat die Inselanlage dort, wo ein Netzanschluss fehlt oder unverhältnismäßig teuer wäre: Berghütten, Gartenhäuser, Boote, Wohnmobile, Weidezäune, Messstationen. Ein Anschluss über 200 Meter Feldweg kostet schnell 20.000 Euro – dagegen ist eine Inselanlage günstig.

Für ein normales Wohnhaus mit vorhandenem Anschluss ist sie dagegen die teuerste denkbare Lösung: Sie zahlen für Speicher und Modulfläche, die elf Monate im Jahr ungenutzt bleiben, nur um im Dezember nicht ans Netz zu müssen. Deutlich sinnvoller ist eine netzgekoppelte Anlage mit Notstromfunktion: Sie kostet einen Bruchteil und liefert bei Stromausfall trotzdem Strom. Wie das funktioniert, zeigt die Seite Notstrom.

Andere Bezeichnungen: Off-Grid · Insellösung · netzferne Anlage

FAQ

Häufige Fragen zu Inselanlage

Kann ich mein Haus komplett vom Netz nehmen?

Technisch ja, wirtschaftlich fast nie. Sie bräuchten einen Speicher mit mehreren Dutzend Kilowattstunden und eine stark überdimensionierte Anlage, um den Winter zu überbrücken.

Was ist der Unterschied zwischen Inselanlage und Notstrom?

Eine Inselanlage hat keinen Netzanschluss und versorgt sich dauerhaft selbst. Eine Notstromfunktion ist Teil einer netzgekoppelten Anlage und springt nur bei Stromausfall ein.

Alle Fragen und Antworten

Verwandte Begriffe

Das passt zu Inselanlage

Autarkiegrad

Der Autarkiegrad gibt an, welchen Anteil seines Strombedarfs ein Haushalt selbst deckt. Mit Photovoltaik und Speicher sind 60 bis 80 Prozent üblich.

Definition lesen

Batteriespeicher

Ein Batteriespeicher puffert überschüssigen Solarstrom für Abend und Nacht. Er hebt den Eigenverbrauch von rund 30 auf 60 bis 80 Prozent.

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Umschaltzeit

Die Umschaltzeit ist die Dauer zwischen Netzausfall und Beginn der Ersatzstromversorgung. Sie reicht von unter 20 Millisekunden bis zu einer Minute.

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Lena Krause, Energieberaterin bei solar0, lächelt in die Kamera
Lena KrauseIhre Energieberaterin0800 7652 349
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