Modulwirkungsgrad
Der Modulwirkungsgrad gibt an, welcher Anteil der Sonneneinstrahlung in Strom umgewandelt wird. Aktuelle Module erreichen 20 bis 23 Prozent.
Definition lesen
Lena KrauseVertrieb & Beratung0800 7652 349
Mara VogelKundenservice & Support0800 7652 350Support per E-MailAntwort innerhalb eines Werktagssupport@solar0.deDer Wirkungsgrad beschreibt, welcher Anteil der eingesetzten Energie nutzbar ankommt. In einer Energieanlage gibt es davon mehrere, hintereinander geschaltet.
In einer modernen Energieanlage sind mehrere Wandlungsstufen hintereinander geschaltet, und jede hat ihren eigenen Wirkungsgrad. Der Gesamtwirkungsgrad ist ihr Produkt, nicht ihr Mittelwert:
| Stufe | Wirkungsgrad |
|---|---|
| Modul (Licht → Gleichstrom) | 20–23 % |
| Verkabelung DC | 98–99 % |
| Wechselrichter (DC → AC) | 97–99 % |
| Speicher (Laden + Entladen) | 90–95 % |
Der niedrige Modulwirkungsgrad wirkt dramatisch, ist es aber nicht – die Sonne liefert den Rohstoff kostenlos. Entscheidend sind die Stufen danach, weil dort bereits bezahlte Energie verloren geht.
Bei der Wärmepumpe spricht man nicht von Wirkungsgrad, sondern von Leistungszahl und Jahresarbeitszahl. Der Grund: Sie liefert vier Kilowattstunden Wärme aus einer Kilowattstunde Strom – rein rechnerisch ein Wirkungsgrad von 400 Prozent. Das ist kein Widerspruch zur Physik, weil die zusätzliche Energie als Umweltwärme aus Luft oder Erdreich stammt und nicht bezahlt wird.
Gesamtbetrachtungen sind wichtiger als Einzelwerte. Die Performance Ratio fasst alle Verluste einer Solaranlage zusammen und liegt bei guten Systemen zwischen 80 und 90 Prozent. Beim Speicher ist der Round-Trip-Wirkungsgrad maßgeblich, also Laden und Entladen zusammen – ein System mit 95 Prozent gibt von 10 eingespeicherten Kilowattstunden 9,5 wieder ab.
Ein häufiger Denkfehler: Ein hoher Wirkungsgrad je Stufe ist nicht automatisch wirtschaftlich. Ein Prozentpunkt mehr beim Modul lohnt nur, wenn Dachfläche knapp ist – ein Prozentpunkt mehr beim Speicher dagegen wirkt auf jede einzelne gespeicherte Kilowattstunde.
Andere Bezeichnungen: Effizienz · Systemwirkungsgrad · Round-Trip-Wirkungsgrad
Silizium kann nur einen Teil des Lichtspektrums in Strom umwandeln, der Rest wird zu Wärme. Das theoretische Maximum liegt bei etwa 29 Prozent. Weil die Sonnenenergie kostenlos ist, zählt vor allem der Ertrag je Quadratmeter.
Der Round-Trip-Wirkungsgrad moderner LFP-Speicher liegt bei 90 bis 95 Prozent. Von 10 eingespeicherten Kilowattstunden stehen also 9 bis 9,5 wieder zur Verfügung.
Der Modulwirkungsgrad gibt an, welcher Anteil der Sonneneinstrahlung in Strom umgewandelt wird. Aktuelle Module erreichen 20 bis 23 Prozent.
Definition lesenDie Performance Ratio misst, wie viel vom theoretisch möglichen Ertrag eine Anlage tatsächlich liefert. Gute Anlagen erreichen 80 bis 90 Prozent.
Definition lesenDie Jahresarbeitszahl gibt an, wie viel Wärme eine Wärmepumpe je Kilowattstunde Strom über ein Jahr erzeugt. Gute Anlagen erreichen 3,5 bis 5.
Definition lesenDer Wechselrichter wandelt den Gleichstrom der Solarmodule in netzkonformen Wechselstrom. Er ist das technische Herz jeder Photovoltaikanlage.
Definition lesenUnsere Energieberaterinnen und -berater rechnen Ihnen durch, was die Begriffe aus diesem Lexikon für Ihr Haus konkret bedeuten – Anlagengröße, Speicher, Förderung und Ersparnis.