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Wärme & Klima

Wärmepumpe

Eine Wärmepumpe gewinnt Heizwärme aus Luft, Erdreich oder Grundwasser. Aus einer Kilowattstunde Strom werden drei bis fünf Kilowattstunden Wärme.

Jahresarbeitszahl
3,0 bis 5,0
Förderung
bis 70 %
Stromverbrauch
3.000 bis 6.000 kWh

Das Prinzip

Eine Wärmepumpe arbeitet wie ein umgekehrter Kühlschrank. Ein Kältemittel verdampft bei niedriger Temperatur, nimmt dabei Umweltwärme auf, wird vom Kompressor verdichtet – wodurch seine Temperatur steigt – und gibt die Wärme an den Heizkreis ab. Der Strom treibt nur den Kompressor an; der größte Teil der Wärme kommt aus der Umgebung. Wie gut das gelingt, misst die Jahresarbeitszahl.

Die Bauarten

TypQuelleJAZInvestition
Luft-WasserAußenluft3,0–4,018.000–28.000 €
Sole-WasserErdreich4,0–5,028.000–40.000 €
Wasser-WasserGrundwasser4,5–5,525.000–38.000 €

Rund 85 Prozent aller Neuinstallationen sind Luft-Wasser-Geräte – sie brauchen keine Bohrung, keine Genehmigung und sind an fast jedem Gebäude nachrüstbar.

Die entscheidende Frage: Vorlauftemperatur

Nicht die Dämmung entscheidet über die Eignung, sondern die nötige Vorlauftemperatur. Bleibt sie unter etwa 55 Grad, arbeitet eine Wärmepumpe wirtschaftlich – auch im Altbau mit Heizkörpern. Häufig genügen der hydraulische Abgleich und der Tausch einzelner zu kleiner Heizkörper. Ein Heizlastcheck vor der Planung klärt das verlässlich.

Das Zusammenspiel mit Photovoltaik

Eine Wärmepumpe erhöht den Stromverbrauch um 3.000 bis 6.000 Kilowattstunden im Jahr. Kommt dieser Strom aus dem Netz, tauschen Sie Gaskosten gegen Stromkosten. Kommt er vom eigenen Dach, sinken die Heizkosten dauerhaft. Mit Pufferspeicher und Energiemanager lässt sich die Wärmeerzeugung gezielt in die Sonnenstunden und in günstige Börsenstunden legen.

Gefördert wird mit bis zu 70 Prozent über die KfW – Details unter Wärmepumpen-Förderung, Technik und Preise unter Wärmepumpe.

Andere Bezeichnungen: Luft-Wasser-Wärmepumpe · Heizungswärmepumpe

FAQ

Häufige Fragen zu Wärmepumpe

Funktioniert eine Wärmepumpe im Altbau?

Ja, sofern die Vorlauftemperatur unter etwa 55 Grad bleibt. Häufig reichen ein hydraulischer Abgleich und der Tausch einzelner Heizkörper – eine Komplettsanierung ist selten nötig.

Wie viel Strom braucht eine Wärmepumpe?

3.000 bis 6.000 Kilowattstunden im Jahr für ein Einfamilienhaus, abhängig von Wärmebedarf und Jahresarbeitszahl. Mit eigener Photovoltaik lässt sich ein erheblicher Teil davon selbst erzeugen.

Alle Fragen und Antworten

Verwandte Begriffe

Das passt zu Wärmepumpe

Sole-Wasser-Wärmepumpe

Eine Sole-Wasser-Wärmepumpe nutzt Erdwärme über Sonden oder Kollektoren. Sie arbeitet effizienter als Luftgeräte, kostet aber mehr in der Erschließung.

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Pufferspeicher

Ein Pufferspeicher hält erzeugte Wärme vor. Er entkoppelt die Wärmepumpe vom Heizbedarf und ermöglicht den Betrieb in günstigen Solarstunden.

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Heizstab

Ein Heizstab wandelt überschüssigen Solarstrom direkt in Warmwasser um. Er ist die einfachste Form, Stromüberschüsse thermisch zu speichern.

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Lena Krause, Energieberaterin bei solar0, lächelt in die Kamera
Lena KrauseIhre Energieberaterin0800 7652 349
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