Wärmepumpe
Eine Wärmepumpe gewinnt Heizwärme aus Luft, Erdreich oder Grundwasser. Aus einer Kilowattstunde Strom werden drei bis fünf Kilowattstunden Wärme.
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Lena KrauseVertrieb & Beratung0800 7652 349
Mara VogelKundenservice & Support0800 7652 350Support per E-MailAntwort innerhalb eines Werktagssupport@solar0.deEine Sole-Wasser-Wärmepumpe nutzt Erdwärme über Sonden oder Kollektoren. Sie arbeitet effizienter als Luftgeräte, kostet aber mehr in der Erschließung.
Ab etwa zehn Metern Tiefe liegt die Erdtemperatur ganzjährig bei rund 10 Grad. Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe muss dagegen im Januar mit minus 5 Grad arbeiten – genau dann, wenn der Wärmebedarf am höchsten ist. Aus dieser Konstanz ergibt sich der Effizienzvorteil: Sole-Wasser-Geräte erreichen Jahresarbeitszahlen von 4,0 bis 5,0 statt 3,0 bis 4,0.
| Erdsonde | Flächenkollektor | |
|---|---|---|
| Platzbedarf | gering | 1,5–2× beheizte Fläche |
| Tiefe | 50–150 m | 1,2–1,5 m |
| Genehmigung | bergrechtlich erforderlich | meist anzeigepflichtig |
| Kosten | höher | niedriger, wenn Bagger möglich |
Die Bohrung ist genehmigungspflichtig und in Wasserschutzgebieten häufig ausgeschlossen. Die untere Wasserbehörde entscheidet – diese Prüfung gehört an den Anfang jeder Planung, nicht ans Ende.
Die Erschließung kostet 8.000 bis 15.000 Euro mehr als eine Luft-Wasser-Anlage. Dem steht ein um 20 bis 30 Prozent geringerer Stromverbrauch gegenüber. Bei einem Haus mit 20.000 Kilowattstunden Wärmebedarf sind das rund 1.000 Kilowattstunden Strom weniger pro Jahr – die Amortisation des Mehrpreises dauert damit 15 bis 25 Jahre, bei einer Lebensdauer der Sonde von über 50 Jahren.
Klar im Vorteil ist die Erdwärme bei schlecht gedämmten Altbauten mit hohen Vorlauftemperaturen, bei Neubauten mit passiver Kühlung über die Sonde und dort, wo das Außengerät einer Luftwärmepumpe aus Platz- oder Schallgründen nicht aufgestellt werden kann. Eine Einordnung für Ihr Gebäude finden Sie unter Wärmepumpe.
Andere Bezeichnungen: Erdwärmepumpe · Geothermie-Wärmepumpe · Erdsonde
Effizienter ja, mit 20 bis 30 Prozent weniger Stromverbrauch. Wirtschaftlich rechnet sich der Mehrpreis für die Bohrung aber erst bei hohem Wärmebedarf oder über sehr lange Laufzeiten.
Ja, Bohrungen sind wasser- und bergrechtlich genehmigungspflichtig. In Wasserschutzgebieten werden sie häufig nicht erteilt – die Prüfung sollte vor allen weiteren Planungsschritten stehen.
Eine Wärmepumpe gewinnt Heizwärme aus Luft, Erdreich oder Grundwasser. Aus einer Kilowattstunde Strom werden drei bis fünf Kilowattstunden Wärme.
Definition lesenDie Jahresarbeitszahl gibt an, wie viel Wärme eine Wärmepumpe je Kilowattstunde Strom über ein Jahr erzeugt. Gute Anlagen erreichen 3,5 bis 5.
Definition lesenEin Pufferspeicher hält erzeugte Wärme vor. Er entkoppelt die Wärmepumpe vom Heizbedarf und ermöglicht den Betrieb in günstigen Solarstunden.
Definition lesenDas Gebäudeenergiegesetz regelt Energieeffizienz und Heiztechnik von Gebäuden. Neue Heizungen müssen zu mindestens 65 Prozent mit erneuerbarer Energie laufen.
Definition lesenUnsere Energieberaterinnen und -berater rechnen Ihnen durch, was die Begriffe aus diesem Lexikon für Ihr Haus konkret bedeuten – Anlagengröße, Speicher, Förderung und Ersparnis.