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Technik & Komponenten

Polykristalline Module

Polykristalline Module bestehen aus vielen kleinen Siliziumkristallen. Sie waren lange der günstige Standard, sind heute aber weitgehend vom Markt verschwunden.

Wirkungsgrad
15 bis 18 %
Marktanteil heute
unter 5 %
Erkennbar an
bläulicher Struktur

Der günstige Klassiker von gestern

Bei polykristallinen Zellen wird flüssiges Silizium in eine Form gegossen und erstarrt dort zu vielen einzelnen Kristallen. Das Verfahren ist billiger als das Ziehen eines Einkristalls, hinterlässt aber Korngrenzen im Material. An diesen Grenzen rekombinieren Elektronen, bevor sie zum Kontakt gelangen – daraus ergibt sich der geringere Wirkungsgrad von 15 bis 18 Prozent gegenüber 20 bis 23 Prozent bei monokristallinen Modulen.

Optisch sind sie leicht zu erkennen: Die charakteristische bläulich schimmernde Struktur mit sichtbaren Kristallflächen unterscheidet sie deutlich von der gleichmäßig schwarzen Fläche moderner Mono-Module.

Warum sie verschwunden sind

Bis etwa 2018 war der Preisvorteil real – polykristalline Module kosteten spürbar weniger je Watt. Durch die Skalierung der Mono-Produktion ist dieser Vorteil vollständig verschwunden. Geblieben ist nur der Nachteil: Für dieselbe Leistung brauchen Sie rund 25 Prozent mehr Dachfläche, und alle Fixkosten – Gerüst, Montage, Anmeldung – steigen entsprechend je erzeugter Kilowattstunde.

Was das für Bestandsanlagen heißt

Wer eine ältere Anlage mit polykristallinen Modulen besitzt, hat keinen Grund zum Tausch. Die Module arbeiten weiter, ihre Degradation unterscheidet sich kaum von der moderner Module, und der bereits erzeugte Ertrag ist bezahlt. Interessant wird es nur in zwei Fällen:

  • Repowering bei knapper Dachfläche: Mehr Leistung auf gleicher Fläche kann sich rechnen, wenn Wärmepumpe oder Wallbox hinzukommen.
  • Auslaufende Einspeisevergütung nach 20 Jahren: Dann lohnt oft eher ein Speicher als neue Module.

Bei Neuanlagen verbauen wir ausschließlich monokristalline Module – der Aufpreis ist nicht mehr vorhanden, der Ertragsvorteil bleibt.

Andere Bezeichnungen: Poly-Module · multikristallin

FAQ

Häufige Fragen zu Polykristallin

Sind polykristalline Module noch erhältlich?

Kaum. Ihr Marktanteil liegt unter fünf Prozent, weil monokristalline Module bei gleichem Preis deutlich mehr Leistung je Quadratmeter bringen.

Soll ich alte polykristalline Module austauschen?

Nur wenn die Dachfläche knapp ist und Sie durch eine Wärmepumpe oder ein E-Auto deutlich mehr Strom brauchen. Funktionierende Module zu ersetzen, rechnet sich sonst nicht.

Alle Fragen und Antworten

Verwandte Begriffe

Das passt zu Polykristallin

Modulwirkungsgrad

Der Modulwirkungsgrad gibt an, welcher Anteil der Sonneneinstrahlung in Strom umgewandelt wird. Aktuelle Module erreichen 20 bis 23 Prozent.

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Degradation

Degradation ist der natürliche Leistungsverlust von Solarmodulen über die Zeit. Moderne Module verlieren rund 0,25 bis 0,5 Prozent pro Jahr.

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Kilowatt Peak (kWp)

Kilowatt Peak ist die Nennleistung einer Solaranlage unter Standardtestbedingungen. Sie beschreibt die Größe der Anlage, nicht ihren tatsächlichen Ertrag.

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Lena Krause, Energieberaterin bei solar0, lächelt in die Kamera
Lena KrauseIhre Energieberaterin0800 7652 349
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