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Technik & Komponenten

Freiflächenanlage

Eine Freiflächenanlage steht auf dem Boden statt auf dem Dach. Sie erreicht höhere Erträge je Kilowatt, braucht aber Baurecht und Flächenausweisung.

Flächenbedarf
1 bis 1,5 ha je MWp
Mehrertrag ggü. Dach
5 bis 10 %
Genehmigung
Bebauungsplan nötig

Technisch im Vorteil, rechtlich aufwendiger

Auf freier Fläche lässt sich jedes Modul optimal ausrichten, hinterlüften und warten. Das bringt 5 bis 10 Prozent mehr Jahresertrag je installiertem Kilowatt als eine durchschnittliche Dachanlage. Dazu kommen niedrigere Montagekosten je Kilowatt, weil in Serie gebaut werden kann.

Dem steht der planungsrechtliche Aufwand gegenüber: Freiflächenanlagen brauchen in der Regel einen Bebauungsplan der Gemeinde. Privilegiert – also ohne eigene Bauleitplanung genehmigungsfähig – sind unter anderem Flächen in einem 200-Meter-Streifen entlang von Autobahnen und Schienenwegen sowie bestimmte Konversionsflächen.

Agri-Photovoltaik

Eine Sonderform kombiniert Landwirtschaft und Stromerzeugung: Module stehen hoch aufgeständert über den Kulturen oder senkrecht in Reihen zwischen ihnen. Die Fläche bleibt landwirtschaftlich nutzbar, was Förderfähigkeit und Akzeptanz erhöht. Bei hitzeempfindlichen Kulturen wie Beerenobst wirkt die Teilverschattung sogar ertragssteigernd.

Vergütung und Vermarktung

  • Anlagen bis 1 MWp können in die feste Einspeisevergütung, größere gehen in die Ausschreibung der Bundesnetzagentur.
  • Ab 100 kW ist die Direktvermarktung Pflicht.
  • Der Netzanschluss erfolgt je nach Größe in Mittel- oder Hochspannung – ein wesentlicher Kostenblock.

Für Landwirtschaft und Gewerbe planen und bauen wir Anlagen von 30 kWp bis 5 MWp, auf Wunsch als Contracting ohne Eigenkapital. Details unter solar0 für Unternehmen.

Andere Bezeichnungen: Solarpark · Bodenanlage · Agri-PV

FAQ

Häufige Fragen zu Freiflächenanlage

Wie viel Fläche braucht eine Freiflächenanlage?

Etwa 1 bis 1,5 Hektar je Megawatt-Peak, abhängig von Reihenabstand und Aufständerung. Bei Agri-PV liegt der Flächenbedarf höher, die Fläche bleibt aber landwirtschaftlich nutzbar.

Braucht eine Freiflächenanlage eine Baugenehmigung?

In der Regel ja, meist über einen Bebauungsplan der Gemeinde. Ausnahmen gelten für privilegierte Flächen wie 200-Meter-Streifen an Autobahnen und Schienenwegen.

Alle Fragen und Antworten

Verwandte Begriffe

Das passt zu Freiflächenanlage

Direktvermarktung

Bei der Direktvermarktung wird Solarstrom über einen Händler an der Strombörse verkauft statt fest vergütet. Pflicht ist sie ab 100 kW Anlagenleistung.

Definition lesen

Bifaziale Module

Bifaziale Module erzeugen auch auf der Rückseite Strom, indem sie reflektiertes Licht nutzen. Der Mehrertrag liegt je nach Untergrund bei 5 bis 25 Prozent.

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Einspeisevergütung

Die Einspeisevergütung ist der gesetzlich garantierte Betrag je Kilowattstunde, die eine Solaranlage ins Netz abgibt – 20 Jahre plus Inbetriebnahmejahr.

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Jahresertrag

Der Jahresertrag ist die Strommenge, die eine Solaranlage in zwölf Monaten erzeugt. In Deutschland sind 900 bis 1.100 kWh je kWp üblich.

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Lena Krause, Energieberaterin bei solar0, lächelt in die Kamera
Lena KrauseIhre Energieberaterin0800 7652 349
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