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Ertrag & Leistung

Temperaturkoeffizient

Der Temperaturkoeffizient gibt an, wie stark die Modulleistung bei Erwärmung sinkt. Übliche Werte liegen bei −0,26 bis −0,40 Prozent je Grad.

Gute Module
−0,26 bis −0,30 %/K
Referenz
25 °C Zelltemperatur
Modul im Sommer
50 bis 70 °C

Hitze kostet Leistung

Die Nennleistung eines Moduls gilt bei 25 Grad Zelltemperatur. An einem sonnigen Julitag erreicht ein Modul auf dem Dach 50 bis 70 Grad. Bei einem Temperaturkoeffizienten von −0,35 Prozent je Kelvin und 60 Grad Zelltemperatur verliert das Modul rund 12 Prozent seiner Nennleistung – dauerhaft, solange es heiß ist.

Das erklärt eine Beobachtung, die viele Anlagenbetreiber machen: Die höchsten Momentanleistungen treten nicht im Hochsommer auf, sondern an klaren, kalten Apriltagen. Volle Einstrahlung bei zehn Grad Außentemperatur ist der ideale Betriebspunkt.

Welche Module besser abschneiden

ZelltechnologieTemperaturkoeffizient
PERC−0,34 bis −0,38 %/K
TOPCon−0,29 bis −0,32 %/K
Heterojunction (HJT)−0,24 bis −0,27 %/K

Siehe dazu auch monokristalline Module. Über ein deutsches Jahr gerechnet macht der Unterschied zwischen −0,38 und −0,26 Prozent je Kelvin etwa 1,5 bis 2,5 Prozent Jahresertrag aus.

Was Sie selbst beeinflussen können

  • Hinterlüftung: Aufdach-Module bleiben 10 bis 20 Grad kühler als Indach-Module. Der Luftspalt ist kein Detail, sondern Ertrag.
  • Montagehöhe: Auf aufgeständerten Flachdachanlagen zirkuliert die Luft besser als auf dicht aufliegenden Systemen.
  • Helle Unterlage: reflektiert statt zu speichern – gut für bifaziale Module und die Modultemperatur zugleich.

Der Temperaturverlust ist der größte unvermeidbare Posten in der Performance Ratio – planbar, aber nie ganz vermeidbar.

Andere Bezeichnungen: Temperaturbeiwert · Pmax-Koeffizient

FAQ

Häufige Fragen zu Temperaturkoeffizient

Warum bringt meine Anlage im Sommer weniger als erwartet?

Weil die Module heiß werden. Bei 60 Grad Zelltemperatur verliert ein Modul rund 12 Prozent seiner Nennleistung. Die höchsten Momentanwerte erreichen Anlagen an klaren, kalten Frühlingstagen.

Welcher Temperaturkoeffizient ist gut?

Werte um −0,26 bis −0,30 Prozent je Kelvin gelten als sehr gut und werden von TOPCon- und Heterojunction-Modulen erreicht. Ältere PERC-Module liegen bei −0,34 bis −0,38.

Alle Fragen und Antworten

Verwandte Begriffe

Das passt zu Temperaturkoeffizient

Modulwirkungsgrad

Der Modulwirkungsgrad gibt an, welcher Anteil der Sonneneinstrahlung in Strom umgewandelt wird. Aktuelle Module erreichen 20 bis 23 Prozent.

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Indach-Anlage

Bei einer Indach-Anlage ersetzen die Module die Dacheindeckung statt darauf montiert zu werden. Optisch flach, dafür teurer und thermisch ungünstiger.

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Lena Krause, Energieberaterin bei solar0, lächelt in die Kamera
Lena KrauseIhre Energieberaterin0800 7652 349
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