Warum sich ein Speicher auch ohne Zuschuss rechnet
Der ehemalige KfW-Speicherzuschuss ist seit Jahren ausgelaufen, trotzdem ist ein Batteriespeicher heute wirtschaftlicher als damals. Der Grund liegt in der Preisentwicklung: Die Kosten pro Kilowattstunde nutzbarer Kapazität sind von über 1.200 Euro im Jahr 2015 auf heute 450 bis 650 Euro gefallen, während der Strompreis von 29 auf rund 36 Cent gestiegen ist.
Ein Speicher hebt den Eigenverbrauch von etwa 30 Prozent auf 65 bis 80 Prozent. Bei einer 10-kWp-Anlage sind das rund 3.000 zusätzliche selbst genutzte Kilowattstunden pro Jahr, jede davon rund 28 Cent wertvoller als die Einspeisung. Das ergibt etwa 840 Euro Mehrersparnis jährlich und eine Amortisation in sechs bis neun Jahren. Die passende Größe ermitteln Sie mit unserer Faustformel im Ratgeber Speichergröße berechnen.
Nullsteuersatz beim Nachrüsten nutzen
Viele Hausbesitzer haben ihre Photovoltaikanlage vor Jahren ohne Speicher installiert. Die gute Nachricht: Der Nullsteuersatz gilt auch für die Nachrüstung, sofern die bestehende Anlage die Voraussetzungen erfüllt, also auf einem Wohngebäude liegt und 30 kWp nicht überschreitet.
Technisch funktioniert die Nachrüstung über einen AC-gekoppelten Speicher, der unabhängig vom vorhandenen Wechselrichter arbeitet. Die Installation dauert einen halben Tag. Details und Preise finden Sie auf unserer Seite Stromspeicher. Wenn Ihre Einspeisevergütung nach 20 Jahren ausläuft, wird der Speicher sogar zur wichtigsten Komponente, weil sich Einspeisung dann kaum noch lohnt.
Regionale Speicherförderung im Überblick
Die attraktivsten Programme zahlen einen festen Betrag je Kilowattstunde nutzbarer Kapazität, teilweise mit Bonus für die gleichzeitige Installation einer Wallbox.
| Region | Förderung | Besonderheit |
|---|---|---|
| Nordrhein-Westfalen | 150 €/kWh, max. 15.000 € | nur mit gleichzeitiger PV-Installation |
| Berlin | bis 15.000 € (SolarPLUS) | zusätzlich Bonus für Gründach-Kombination |
| Sachsen | bis 3.300 € Speicher | Bonus für Wallbox und Wärmepumpe |
| Zahlreiche Stadtwerke | 200 – 1.000 € | oft an Stromliefervertrag gekoppelt |
Die Programme ändern sich häufig und sind oft nach wenigen Wochen ausgeschöpft. Im Förder-Check prüfen wir tagesaktuell, was für Ihre Postleitzahl gilt.
Speicher, Wallbox und Wärmepumpe gemeinsam fördern lassen
Wer mehrere Komponenten plant, sollte sie gemeinsam beantragen. Das spart Aufwand und erschließt Kombiboni: Viele Landesprogramme zahlen mehr, wenn Speicher und Wallbox zusammen installiert werden, und die Wärmepumpen-Förderung der KfW lässt sich parallel beantragen.
Zusätzlich profitieren steuerbare Verbraucher vom Netzentgelt-Rabatt nach § 14a EnWG. Ein Speicher, der Wallbox und Wärmepumpe versorgt, senkt den Netzbezug in den teuren Abendstunden deutlich. Wie das technisch zusammenspielt, zeigt unser Komplettpaket.


