Die Sommer werden heißer, und immer mehr Haushalte denken über eine Klimaanlage nach. Wer bereits eine Photovoltaikanlage hat, kühlt praktisch zum Nulltarif, weil der Strombedarf genau dann entsteht, wenn das Dach am meisten liefert.
Anschaffungskosten
| System | Kosten inklusive Montage | Eignung |
|---|---|---|
| Single-Split (1 Raum, 2,5 – 3,5 kW) | 1.500 – 3.000 € | Schlafzimmer oder Wohnzimmer |
| Duo-Split (2 Räume) | 3.500 – 5.000 € | Schlafzimmer und Büro |
| Multisplit (3 Räume) | 5.000 – 6.500 € | Obergeschoss komplett |
| Multisplit (4 – 5 Räume) | 6.000 – 10.000 € | ganzes Haus |
| Mobiles Monoblock-Gerät | 300 – 800 € | Übergangslösung |
Der Preisunterschied zwischen einzelnen Angeboten liegt meist in der Installation: Leitungslänge, Kernbohrungen, Kondensatführung und die Position des Außengeräts bestimmen den Aufwand. Details dazu im Ratgeber Klimaanlage einbauen.
Betriebskosten
Ein typisches 3,5-Kilowatt-Gerät der Effizienzklasse A+++ nimmt rund 0,9 Kilowatt elektrische Leistung auf. Bei 400 Betriebsstunden in einem durchschnittlichen Sommer ergeben sich etwa 360 Kilowattstunden.
| Stromquelle | Preis je kWh | Kosten pro Sommer |
|---|---|---|
| Netzstrom | 36 ct | 130 € |
| Dynamischer Tarif mittags | ca. 22 ct | 79 € |
| Eigener Solarstrom | ca. 8 ct | 29 € |
Der entscheidende Vorteil: Der Kühlbedarf ist am größten, wenn die Sonne am stärksten scheint. Eine Photovoltaikanlage deckt deshalb fast den gesamten Verbrauch direkt ab, ganz ohne Speicher.
Worauf Sie beim Kauf achten sollten
- SEER-Wert: Die saisonale Effizienz beim Kühlen. Ab 7,0 gut, ab 8,5 sehr gut.
- SCOP-Wert: Die saisonale Effizienz beim Heizen. Wichtig, wenn Sie das Gerät auch in der Übergangszeit nutzen.
- Inverter-Technik: Regelt die Leistung stufenlos statt ein- und auszuschalten. Spart Strom und arbeitet leiser.
- Schallpegel: Unter 20 Dezibel im Innenraum, unter 45 Dezibel am Außengerät.
- Kältemittel: R32 ist heute Standard, R290 noch klimafreundlicher.
- Schnittstelle: Für die Einbindung in den Energiemanager sollte das Gerät über WLAN oder Modbus ansprechbar sein.
Richtig dimensionieren
Als Faustregel gilt etwa 60 bis 100 Watt Kühlleistung je Quadratmeter, abhängig von Dämmung, Fensterfläche und Ausrichtung.
| Raumgröße | Empfohlene Kühlleistung |
|---|---|
| bis 20 m² | 2,0 – 2,5 kW |
| 20 – 35 m² | 2,5 – 3,5 kW |
| 35 – 50 m² | 3,5 – 5,0 kW |
| über 50 m² | 5,0 – 7,0 kW oder zwei Geräte |
Ein überdimensioniertes Gerät kühlt zu schnell herunter, schaltet häufig ab und entfeuchtet dadurch schlechter. Das führt zu einem unangenehmen Raumklima trotz niedriger Temperatur.
Warum mobile Geräte selten sinnvoll sind
Monoblock-Geräte führen warme Luft über einen Schlauch nach draußen. Dadurch entsteht Unterdruck, und warme Außenluft strömt durch Ritzen nach. Die effektive Kühlleistung sinkt, der Verbrauch steigt. Bei gleicher Raumtemperatur benötigt ein mobiles Gerät oft das Zwei- bis Dreifache an Strom.
Hinzu kommen Lautstärke im Raum und der unpraktische Fensterschlauch. Als Dauerlösung sind Split-Geräte klar überlegen.
Förderung
Als reine Klimaanlage gibt es keine Förderung. Dient das Gerät jedoch als Hauptheizung und erfüllt die Effizienzanforderungen, ist es über die Bundesförderung für effiziente Gebäude förderfähig. Mehr dazu im Ratgeber Heizen und Kühlen und auf der Seite Wärmepumpen-Förderung.
Fazit
Eine fest installierte Split-Klimaanlage kostet je nach Umfang 1.500 bis 10.000 Euro und verbraucht deutlich weniger Strom als mobile Geräte. In Kombination mit einer Photovoltaikanlage fallen die Betriebskosten kaum ins Gewicht.
Wie viel Solarstrom Ihr Dach im Sommer liefert, berechnet der Solarrechner in zwei Minuten.


